texttage-Team, was macht euer Literaturfest so einzigartig?

Kathleen Röber: KontaktAufnahme. Der Podcast Bildungszentrum Nürnberg. #00:00:10-8#
Katharina Mittenzwei: Herzlich Willkommen zu einer neuen Ausgabe der KontaktAufnahme, dem Podcast des Bildungszentrum Nürnberg. Mein Name ist Katharina Mittenzwei und ich darf mich heute gleich mit zwei Gästen unterhalten und zwar einmal mit Grazyna Wanat und mit Kathleen Röber. Hallo. Schön, dass ihr da seid. Wir drei haben ein großes Vorhaben, und zwar Ihnen, liebe Hörerinnen und Hörer, Vorfreude auf die Texttage in Nürnberg 2022 zu bescheren. Und ich glaube, das wird uns nicht schwer fallen. Grazyna und Kathleen, ihr beide seid die Projektkoordinatorin des Literaturfests, das dieses Jahr vom 8. bis 10. Juli stattfindet. Bevor wir jetzt ans Eingemachte gehen, möchte ich kurz noch was zu eurer Person sagen. Grazyna, du bist Programmmanagerin, ein Bildungszentrum für die Fachbereiche Literatur, Philosophie und Politik. Neben dem normalen Kursgeschäft und größeren Einzelveranstaltungen bist du den Großteil des Jahres mit den Vorbereitungen für die texttage Nürnberg beschäftigt. Du planst die Meisterklassen und Lesungen. Auf was freust du dich denn in diesem Jahr besonders? #00:01:22-9#
Grazyna Wanat: Wahrscheinlich wirst du von mir hören, auf welchen Autor, also welche Autorin ich mich am meisten freue. Das sage ich aber nicht. Aber worauf ich mich wirklich am meisten freue, ist dieser Moment, wenn alles Organisatorische schon erledigt ist. Alle Unklarheiten beseitigt. Wir wissen schon, es kann alles nur noch schön werden. Die ganzen Möbel von Urban Lab stehen, die ganzen Dekografiken von Prutzik Lutz sind verteilt. Im Idealfall scheint die Sonne und wir warten auf die ersten Gäste. Auf diesen Moment freue ich mich riesig. #00:02:05-4#
Katharina Mittenzwei: Ja, ich auch. Ich hoffe, den Moment gibt es Kathleen. Kurz noch zu deiner Person. Du bist Literaturkoordinatorin am Bildungscampus der Stadt Nürnberg. Wir sind also alle drei Kolleginnen. Dabei koordinierst du den Literaturstandort Nürnberg, betreust zum Beispiel das Nürnberger Autorenstipendium und planst große und kleine Literaturveranstaltungen wie beispielsweise die Themenwelten in der Stadtbibliothek. Seit einigen Wochen allerdings oder fast Monaten dreht sich auch bei dir fast alles nur um die texttage und den textualienmarkt. Auf was freust du dich denn am meisten, Kathleen? #00:02:39-0#
Kathleen Röber: Ich finde, das schönste ist immer... Also ich schließe mich Grazyna voll und ganz an, also wenn die Anspannung dann so abfällt und es endlich losgeht. Aber dann, am Festivalwochenende, freue ich mich eigentlich am meisten auf den Austausch und das Netzwerken. Und das Schöne ist ja, dass wir so eine Mischung hinkriegen von externen Autor|innen und aber auch die fränkische Szene und dass das so ein Verweilort ist. Dass man sich begegnen kann und miteinander sprechen kann und wirklich irgendwie netzwerken kann. Und das ist, glaube ich, was, was mir ungemein Spaß macht an dem Wochenende. Einfach so viele Akteure auf dem Platz zu haben. Das ist so eine Belohnung für die ganze Arbeit. #00:03:16-1#
Katharina Mittenzwei: Eine Belohnung für dich und alle Akteuerinnen und Akteuere die da sind. Sagt mal, texttage Nürnberg. Jetzt auf den ersten Blick könnte man denken: Oh, echt jetzt noch Literaturfest? Gibt es da nicht schon genug? Aber dann, auf den zweiten Blick fällt auf Ihr seid eigentlich Pionierinnen und es gibt so ganz signifikante Alleinstellungsmerkmale, die die Texttage zu etwas ganz Besonderem machen. Was steckt dahinter? #00:03:40-8#
Grazyna Wanat: Mhm. Also ich kann mich erinnern, als sie angefangen haben mit der Konzepterstellung, als schon das grüne Licht gegeben wurde. Okay, ein Literaturfestival für Nürnberg, weil definitiv Literatur als eine Kultursparte zu wenig Sichtbarkeit genießt in der Stadt. Und es war von Anfang an klar, das darf nicht noch mal ein Poetenfest sein. Ja, natürlich ist das Poetenfest ein regionaler Bezugspunkt. Ein wunderbares, großes Literaturfestival, das Maßstäbe setzt. Und das zweite Mal sowas zu erstellen braucht kein Mensch. Also es muss was anderes sein und auch etwas, was zu uns passt. Also wir sind nicht nur die Stadtbibliothek, sondern auch Bildungszentrum Volkshochschule. Das heißt, wir stehen fürs Lernen, wir stehen für Kurse, wir stehen für Weiterbildung. Und so war es auch naheliegend, denkt man sich jetzt, etwas zu erstellen, was mit Lernen und mit Kursen zu tun hat. Und da kam diese Idee, dass wir das Schreiben, die Schreibprozesse in den Mittelpunkt stellen. Wie gesagt, das klingt jetzt so naheliegend, aber das war glaube ich pionierhaft, weil es solche Festivals nicht in Deutschland gibt. #00:05:05-8#
Kathleen Röber: Na ja, und wir sind ja auch ein bisschen umzingelt. Also da gibt es ja nicht nur das Poetenfest. Dann haben wir in Fürth noch Festival, Bamberg, Coburg, Lauf. Überall. Also eigentlich sind wir ein bisschen umzingelt. Das glaube ich, kann man so festhalten. #00:05:17-7#
Grazyna Wanat: Ganz genau. Und natürlich war das zweite die Idee, dass man nicht nur Autoren nach Nürnberg einlädt, sondern dass man unbedingt auch die lokale Szene in das Programm einbindet. Dass das wirklich ein fester, genauso großer Teil des Festivals ist. Und damals hatten wir Kathleen noch nicht. Am Anfang, also bei der ersten Ausgabe. Aber wir haben schon gewusst, dass jemand kommen wird. Das ist so eine Stelle für Koordination des Literaturlebens in Nürnberg geben wird. Und so kann ich sagen, bei dem ersten Festival 2019 haben wir nur so eine Art Testlauf für den textualienmarkt gemacht und danach hat schon Kathleen übernommen. #00:06:00-4#
Kathleen Röber: Ja, der textualienmarkt ist jetzt eigentlich so der Spielort für die Szene geworden. Da bin ich unglaublich dankbar, dass es das schon gab. Denn es geht ja immer auch darum der Szene Beteiligungsformate, also das ist jetzt so ein hochtrabendes Wort, das schreibt man immer in Anträge rein, aber ich glaube, ihr wisst, was ich meine. Sozusagen auch Formate anzubieten, wo man sagt: Hier habt ihr einen Platz. Da könnt ihr euch ausbreiten. Und wir haben es dann ja noch mal letztes Jahr durchdacht und überlegt: Wie kann der textualienmarkt sein? Wie kann sich das absetzen von den Lesungen und Workshops? und was da wirklich passiert ist. Und das ist was, was wir in dieses Jahr tragen, dass die Szene quasi eigentlich den textualienmarkt bespielt. Also das sind keine Programme, die wir uns ausdenken, sondern wir sagen: Hier Szene! Ist ein Ort! Bewerbt euch mit euren Projekten! Das sollen Sachen sein, die animieren zum Mitmachen, zum Kennenlernen. Wie ein Markt eben so ist. Wo man so drüber schlendert und Texte zwar kaufen kann, das ist immer das Naheliegendste, aber natürlich auch Texte hören kann, Texte selber schreiben kann, Texte mitnehmen kann. Also so ein richtiges Markt Ding. Und ich muss der Szene mal wirklich Danke sagen, weil letztes Jahr waren 70 Akteure auf dem Platz und es ist unglaublich toll, was die da jedes Jahr fabrizieren und einreichen bei uns und wir können da wirklich aus den Vollen schöpfen. Und ich danke erstmal schon mal allen ganz, ganz herzlich, dass alle so mit so viel Engagement auch dabei sind und die texttage auch so mit Leben erfüllen. #00:07:22-7#
Katharina Mittenzwei: Ihr habt jetzt beide schon angedeutet, es gibt verschiedene Spielfelder bei den texttagen. Eigentlich drei Spielfelder. Es gibt erstmal den offenen textualienmarkt. Umsonst und draußen. Dann gibt es Schreibworkshops und Lesungen. In diesem Jahr, also im dritten Jahr, in dem die texttage stattfinden, sieht es räumlich anders aus als letztes Jahr. Wo treffen wir euch und die Schreibenden? #00:07:49-7#
Kathleen Röber: Eigentlich total schön und jetzt verrate ich schon. Also, wir haben die Katharinenruine für die Lesungen. Was natürlich ein ganz wunderbarer Ort ist, weil es sich direkt auch hier an der Stadtbibliothek hinten angrenzt und der Platz zwischen der Katharinenruine und dem Bildungszentrum, der wird bespielt vom textualienmarkt. Das heißt, man hat einen schönen Übergang auch von den Schreibworkshops, die im BZ Gebäude Gewerbemuseumplatz stattfinden, über die Nonnengartenstraße rüber zur Katharinenruine. Und das ist alles bespielt und bunt und hat eine ganz tolle Mischung. Wir haben ganz viele Highlights da. Es ist ein wahnsinnig tolles Programm geworden. Aber der Platz an sich erschien uns dieses Jahr besser, weil wir festgestellt haben, der Gewerbemuseumsplatz ist doch eher ein Durchgangsort und wir wollten einfach einen Ort, wo man miteinander eng und verzahnt und netzwerkig zusammen stehen kann und das auch schön möblieren kann und optisch schön darstellen kann. Ja, Grayzna, du bist glaube ich auch froh über die Verlegung. #00:08:54-0#
Grazyna Wanat: Absolut. Und ich hoffe, dass wir da bleiben dürfen. Das es nicht nur dieses Jahr dort stattfindet. #00:09:00-5#
Kathleen Röber: Heißt eigentlich ist alles Open Air. Das finden wir natürlich auch ganz praktisch. Wir wussten damals ja auch noch nicht, was ist mit Corona usw. Also die Schreibworkshops sind drinnen und der Rest ist eigentlich Open Air. Und das ist natürlich für ein Sommerfestival auch ganz, ganz schön, dass wir so einen Ort gefunden haben. #00:09:16-1#
Grazyna Wanat: Und trotzdem haben wir eine Ausweichmöglichkeit im Katharinensaal. Falls das Wetter wirklich, wirklich schlecht. #00:09:23-8#
Kathleen Röber: Das stimmt. Dann ziehen wir mit den Lesungen natürlich rüber in den Katharinensaal, der direkt angrenzt. Und wir haben natürlich auch das Zeitungscafe geöffnet für alle, die sich da niederlassen wollen oder mal einen Kaffee trinken wollen. Also es ist einfach von der von der Location total toll. Auch hier in der Nähe vom Fluss und mitten in der Stadt und einfach schön zum durchbummeln, wenn man sowieso in der Stadt unterwegs ist. Ja. #00:09:46-6#
Katharina Mittenzwei: Das Herz der Texttage ist also das Schreiben, auch das Lesen, aber vor allem das Schreiben. Habt ihr denn eine spezifische Zielgruppe oder an wen richtet ihr euch mit den offenen und den geschlossenen Angeboten? Geschlossene Angebote klingt jetzt so hart. Ihr wisst, ich meinte damit die Meisterklassen, zu denen man sich anmelden muss und die offenen Angebote, bei denen man einfach durchschlendern kann. #00:10:10-1#
Grazyna Wanat: Also wenn wir von diesen geschlossenen Angeboten sprechen, das heißt Meisterklassen. Das ist meine Baustelle. Also diese Schreibworkshops sind definitiv natürlich an die Menschen gerichtet, die schreiben lernen wollen. Es geht nicht unbedingt nur um Menschen, die unbedingt einen Bestseller schreiben wollen oder einen Roman planen. Denn ich denke, Schreiben ist eine Kulturtechnik, die wir, die uns alle ständig begleitet und die wir alle eigentlich beherrschen wollen. Und wir schreiben ununterbrochen. Ich denke nicht nur an die Handys, die wir ständig in der Hand haben, denn wir kommunizieren durch geschriebene Texte. Aber wir lernen die Welt durch das Geschriebene und wir kommunizieren auch sehr viel durch das Geschriebene. Und bei den Lesungen? Die Lesungen sind auch ganz speziell. Das sind nicht nur altbekannte Lesungen, wo die Autoren die meiste Zeit einfach aus eigenen Büchern lesen, und dabei auch drei Fragen beantworten. Sondern alle diese Lesungen haben immer auch ein Thema. Die Themen haben sich die Autoren und Autorinnen rausgesucht und erzählen auch über diesen Schreibprozess. Das heißt, ich suche mir das Publikum, das nicht nur an den Texten an sich interessiert ist, sondern an diesen Entstehungsprozessen. #00:11:44-7#
Katharina Mittenzwei: Kathleen, wie ist das auf dem textualienmarkt? #00:11:50-8#
Kathleen Röber: Beim textualienmarkt haben es wir so gemacht: Wir haben das natürlich an die Szene ausgeschrieben und wie schon gesagt, die reichen dann Sachen ein. Aber wir haben gesagt, wir wünschen uns kurze Formate. Kleine Formate, auch da soll das Schreiben im Vordergrund stehen. Das heißt, es gibt sehr viele Sachen im Programm, wo man einfach vorbeischlendern kann und auch selber aktiv werden kann. Vielleicht mal ein Beispiel jetzt dazu. Cut-up your Poem. Das ist ein Projekt von der Verwertungsgesellschaft. Da zerschnippelt man mal richtig schön große Literatur und klebt die neu zusammen. Warum nicht? Also das kann ja auch ein Prozess sein, wo man einfach mal große Literatur neu schreibt. Ja, das ist vielleicht ein schönes Beispiel dafür, dass es uns auch ums Schreiben geht. Und ich komme später nochmal darauf, was wir noch so alles im Angebot haben. Also es ist immer eine schöne Mischung, die sich natürlich sowohl an Autorinnen richtet, als auch an das allgemeine Publikum, weil es einfach sehr niederschwellig ist und man einfach alles ausprobieren kann. Da braucht man keine Angst haben. Da sind Menschen wie du und ich. Also ich muss jetzt kein großer Schriftsteller sein, um da mitzumachen. Und manchmal geht es ja auch eher darum, dass man einfach Sachen mal ausprobieren will. Also ich bin zum Beispiel auch keine Musikerin. Ich probiere trotzdem auf der klingenden Etage in der Stadtbibliothek ständig irgendwelche Instrumente aus, obwohl ich das gar nicht kann. Einfach, um es mal zu tun. Und dazu würde ich unbedingt einladen. Einfach mal vorbeikommen und Sachen ausprobieren. Und wie Grazyna schon sagt, dann entdeckt man vielleicht auch, dass man nicht per se schreiben können muss, um vielleicht was Neues zu kreieren und einen neuen Schaffensprozess anzustoßen, indem man vielleicht alte Sachen wiederverwertet. Geht ja auch. #00:13:29-5#
Katharina Mittenzwei: Also unbedingt vorbeikommen, auch ohne Anmeldung. Wir dürfen uns ja, um jetzt mal ins Detail zu gehen, auf eine richtig feine Auswahl an Autorinnen und Autoren freuen, die sowohl in den Meisterklassen als auch bei den Lesungen für uns und mit uns da sind. Grazyna, wer kommt? Karten auf den Tisch. #00:13:50-8#
Grazyna Wanat: Ganz genau. Also wenn du Auswahl sagst, da ist es tatsächlich sehr entscheidend für mir gewesen, dass wir auch ein breites Spektrum anbieten. Das heißt, dass wir Autorinnen mit sehr unterschiedlichen Themen und sehr unterschiedlichem Schreibstil dabei haben. Autorinnen und Autoren. Angefangen zum Beispiel bei Monika Petz, die sehr populäre Literatur schreibt, die immer wieder mit ihren Büchern sofort auf den Bestsellerlisten landet. Sie ist auch als Drehbuchautorin bekannt und arbeitete beim Bayerischen Rundfunk für die Reihe Tatort und Polizeiruf 110. Und natürlich spricht sie in ihrer Lesung über nichts anderes als die Bestsellerformel. Also wie macht man einen Bestseller? Und an dem ganz anderen Ende von diesem breiten Spektrum würde ich zum Beispiel Philipp Winkler platzieren. Ein Autor mit einem unglaublich düsteren Buch. Katharina, du hast das Buch schon gelesen. Du wirst auch das Gespräch mit ihm moderieren. #00:15:19-3#
Katharina Mittenzwei: Ja, ich bin ganz begeistert. Ich freue mich, ihn zu treffen. #00:15:22-2#
Grazyna Wanat: Ja, freue ich mich auch riesig. Aber es ist natürlich nicht jedermanns Sache, das, was Philipp Winkler schreibt. Das Buch heißt "Creep" und auch der Titel erinnert an das vielleicht bekannteste Lied von Radiohead. #00:15:43-5#
Katharina Mittenzwei: Radiohead. Ich will es nicht anstimmen, aber ich habe es im Kopf. #00:15:44-6#
Kathleen Röber: Ich auch. #00:15:45-8#
Katharina Mittenzwei: Ich nicht. Macht mal. #00:15:47-0#
Katharina Mittenzwei: I'm a creep. #00:15:49-5#
Kathleen Röber: Ah ja, stimmt. #00:15:50-3#
Grazyna Wanat: I'm a weirdo. #00:15:52-4#
Katharina Mittenzwei: Ja, ich hab's schon. Ja. Ja, Ja. #00:15:54-1#
Grazyna Wanat: What the hell am I doing here?. I don't belong here. Ich gehöre nicht hierher. Und das ist ein Motto von allen Protagonisten von Philip Winkler. Auch in den vorangegangenen Büchern. Es sind immer Außenseiter. Es sind immer Leute, die mehr oder weniger mit der Gesellschaft abgeschlossen haben. Sich von der Gesellschaft abgekapselt haben. Und so ist es auch mit diesem Buch. Die zwei Protagonisten: Eine Protagonisten, Ein Protagonist leben völlig abgekapselt in einem Zwischenraum. Zwischen Darknet, also diesen Tiefen vom Internet und der realen Welt. Unglaublich spannend und unglaublich toll. Und ich würde auch sagen, bei Philipp Winkler hat mich auch besonders beeindruckt, wie ernst er meine Einladung angenommen hat, als ich gebeten habe, dass die Autoren sich auch für die Lesungen ein Thema ausdenken, die für sie bestimmend oder wichtig sind beim Schreiben der Bücher. Und sein Thema heißt: Die Große Depression. Über, mit, wegen, trotz Depressionen schreiben. Also damit will ich nur sagen die Autorinnen und Autoren lassen uns wirklich tief hinter die Kulissen blicken. Und so auch Daniel Schreiber. Daniel Schreiber, der Autor von mehreren Essays Büchern ist und immer auch so eine Selbstanalyse betreibt und beschreibt. Und die vorherigen Essay Bände hießen: Nüchtern: Über das Trinken und das Glück von 2014 und dann 2017 Zuhause: Die Suche nach dem Ort, an dem wir leben wollen. Und das aktuelle Buch heißt: Allein. Und alleinsein, alleinleben ist ein Thema, was wahnsinnig viele Menschen beschäftigt und doch tabuisiert wird. Man spricht darüber nicht gerne und man verdrängt das und man überspielt das. Und Daniel Schreiber legt alle Karten auf den Tisch und erzählt, wie das ist, wenn man alleine lebt. Auch auf das Gespräch mit Daniel Schreiber freue ich mich riesig. Das wird unsere Eröffnungslesung sein am Freitag. Und ich muss auch sagen, sein Schreibworkshop ist schon ausverkauft. Ist schon komplett voll. Und in diesem Moment will ich auch noch was zu diesen Schreibworkshops sagen. Damals, 2019, als wir angefangen haben, habe ich Fragen bekommen, ob das gut gehen kann, wenn wir mehrere, meine Idee war am Anfang vielleicht zehn Schreibworkshops gleichzeitig machen, die gleichzeitig laufen. Woher sollen wir so viele Menschen nehmen, die sich für alle diese Workshops anmelden? Und ich muss sagen, jetzt machen wir das zum dritten Mal. Wir mussten bisher nie einen Workshop absagen. Und jetzt, zwei Monate vor dem Festival, ist ein Workshop von Daniel Schreiber schon ausverkauft. In den anderen gibt es ganz viele Anmeldungen. Jetzt schon. Und was ich unbedingt sagen wollte: Die Anmeldungen kommen aus dem ganzen deutschsprachigen Raum. Also ich übertreibe wirklich nicht. Heute kam eine Anmeldung aus Salzburg und das freut mich unglaublich. #00:19:31-2#
Katharina Mittenzwei: Ihr habt viele Anmeldungen jetzt schon bekommen, habe ich gesehen. #00:19:34-5#
Grazyna Wanat: Ja. #00:19:35-9#
Katharina Mittenzwei: Das ist wirklich, wirklich klasse. Grazyna, nochmal zurück auf das literarische Thema. Du hast gerade von "Creep" und "Allein" gesprochen, die sich ja mit dem Thema Alleinsein beschäftigen. Ich verwende bewusst nicht das Wort Einsamkeit, sondern mit dem Thema Alleinsein. Es gibt noch ein weiteres literarisches Motiv, das andere Bücher von weiteren Autorinnen verbindet. #00:19:57-8#
Grazyna Wanat: Richtig. Wenn ich die Bücher jetzt vor mir stehen habe, dann denke ich mir, dass sie doch miteinander in Dialog treten und einige Bücher wirklich auch ähnliche Themen aus ganz verschiedenen Perspektiven, aber doch ähnliche Themen behandeln. So ist es zum Beispiel bei dem Buch von Yannic Han Biao Federer: "Tao" In dem der Protagonist der in Köln wohnt und von den meisten Tobi genannt wird, aber eigentlich Tao heißt. Dieser begibt sich auf Identitätssuche nach Hongkong, dem Geburtsort seines Großvaters. Und so einer Identitätssuche ist, glaube ich, ein Zeitgeistthema, das ganz, ganz viele Menschen beschäftigt. Und das finden wir zum Beispiel auch im Buch von Stephan Thomae. Dem nächsten Autor, der mit seinem Buch zu uns kommt "Pflaumenregen". Das Buch hast du auch schon gelesen, soviel ich weiß, Kathleen. #00:21:05-4#
Kathleen Röber: Ja. #00:21:05-6#
Grazyna Wanat: Und es ist ein Autor, der seit zwölf Jahren in Taiwan lebt und das ist seine neue Heimat. Und er versucht diese neue Heimat dem deutschen Publikum zu erzählen und näher zu bringen. Und das ist natürlich auch höchst politisch. Und viele Sachen sind gleichzeitig auch sehr politisch, die wir besprechen. Und natürlich bei der Katharina Poladian, der nächsten Autorin, ist das Thema der Identität und Heimat und Zugehörigkeit auch sehr wichtig, aber völlig anders wieder angefasst. Sie hat das Buch "Zukunftsmusik" geschrieben. Sie ist eine Autorin, die in Moskau geboren ist und in Rom und in Wien aufgewachsen und jetzt in Deutschland lebt. Und der Roman spielt in der sibirischen Weite. 1985, als eine neue Zeitenwende beginnt und man eine Zukunftsmusik hört und noch nicht weiß, was kommt. Und ich bin auch sehr neugierig und gespannt, wie das Gespräch verlaufen wird, weil solche Themen immer in den aktuellen Kontexten gelesen werden. Und ich bin jetzt fast durch, glaube ich. Jetzt bleibt nur noch Zoe Jenny mit dem Buch: "Der verschwundene Mond." Der Protagonist des Buches ist Marty, welcher Leiter des Astronomischen Instituts in Wien ist, der nachdem seine Frau nach Bali und seine Tochter an den Atlantik gereist ist, plötzlich im Zimmer seiner Tochter eine Männerperücke findet und anfängt, sich Fragen zu stellen. Was weiß ich überhaupt über meine eigene Familie? Und warum weiß ich mehr über die Weiten des Universums als über meine Tochter? #00:23:19-7#
Kathleen Röber: Ich bin gespannt. Das liegt gerade bei mir auf dem Nachttisch. Ist mein nächstes. Freue mich drauf. #00:23:27-3#
Katharina Mittenzwei: Kathleen, auch der textualienmarkt lebt hauptsächlich von den Akteurinnen und Akteuren. Was erwartet und vor allem was überrascht uns? #00:23:35-9#
Kathleen Röber: Oh Gott. Die Überraschungen. Es gibt so viel. Wir haben ganz tolle Sachen da. Also eine schöne Aktion ist vielleicht: Die wir verschenken Poesie-Aktion. Wir haben ja eine Ausschreibung auch gemacht in die Szene und haben im Januar /Februar circa über 200 Gedichte zugesendet bekommen. Und die werden wir natürlich verschenken auf dem Platz. Also da kann man sich überraschen lassen, wie wir das machen. Wir haben den neuen Bücherbus da. Der ist ganz neu gestaltet mit einem Design von Hombre SUK und das wird zu unserer Chill Out Area. Es gibt natürlich eine kleinere Bühne noch, wo sich die Akteure präsentieren können. Das sind natürlich neben Kuno und Autorenverband Franken, Wortkünstler Mittelfranken. Also es gibt extrem viele Akteure, die sich auf der Bühne präsentieren. Was mir noch ganz am Herzen liegt, auch noch mal zu sagen, weil es zu dem Thema auch ging, für wen machen wir das? Also es gibt natürlich auch so bestimmte Blöcke, die wir dieses Jahr neu aufgesetzt haben, gezielt für Autorinnen und Autoren. Also da geht es um Selfpublishing, Wie mache ich das? Wie kann ich meine Bücher, die ich im Selfpublishing angefangen habe, auch gut vermarkten? Also das ist noch mal so ein gezieltes Programm für Autorinnen und Autoren. Es gibt natürlich Textwerkstätten, wo man sich anmelden kann und gemeinsam über die Texte, die schon entstanden sind, in einer kleinen Runde auch mal sprechen kann, um sich Feedback zu holen. Extrem viele Infostände zu den Vereinen, also wen das interessiert, sich da mal auszutauschen. Das wird immer sehr gut genutzt und man kommt da sehr gut ins Gespräch. Auch zu diesen Themen. Also gerade die Vereine hier in der Region. Chinesischer Blumenorden habe ich noch gar nicht genannt. Es sind wahnsinnig viele Vereine, die hier wirklich gut unterwegs sind, die auch sehr viel anbieten, wo man sich extrem gut vernetzen kann. Dann gibt es natürlich viele Mitmachaktionen, die wir rund um den textualienmarkt auch anbieten. Wir haben Gedichteimprovisationen zu Klang und Geräusch, dann noch mal Fränkisches, Dialekte raten. Das ist auch höchst spannend. Ich bin sehr gespannt. Ob man dann die einzelnen Dialekte auch heraushört. Also die Leute können dann mitmachen und diese Dialekte raten. Also da wird dann quasi was vorgelesen und man muss diese Dialekte herausfinden. Das finde ich auch ganz toll. Wird organisiert von Herrn Esper. Genau, wir haben eine Chill Out Area am Bus, habe ich schon gesagt. Da findet dann auch noch vom Autorenverband. Den ganzen Tag sind die da. Da kann man die Kraniche des Ibikus sozusagen, auseinanderschnippeln und neu gestalten. Es gibt ganz viele Mitmachaktionen und wir haben natürlich auch und das ist letztes Jahr sehr gut angekommen, drei Autor|innen am Platz, die wirklich stundenweise da sitzen und man geht dann dahin. Also das ist so ein Lyrik to go Projekt. Also die Magdalena Kratzer ist dabei, Maria Trunk und die Karin Elmer und man geht dann wirklich hin und spricht mit der Autorin, was einen so bewegt und die texten dann wirklich für dich. Also Katharina, wenn du da kommst, kannst du dein persönliches Gedicht mitnehmen. #00:26:36-6#
Katharina Mittenzwei: Da schütte ich ihnen mein Herz aus. Und das kommt direkt literarisch raus. Wow. #00:26:40-2#
Grazyna Wanat: Eine kleine Therapiestunde und ein Gedicht noch dazu. #00:26:43-7#
Kathleen Röber: Und das ist nur für dich. Das sieht auch kein anderer. Das finde ich total schön. Und das war letztes Jahr extrem ausgebucht. Da haben wir auch so ganz gute Erfahrungen mit gemacht, weil das einfach auch eine sehr persönliche Geschichte ist. Und auf der Bühne wird es echt wild und bunt. Ich nenne das immer rasant und das ist auch wirklich eine ganz tolle Mischung, was wir da haben von ganz jungen Autor|innen, die sich da vorstellen. Bist du zu schon gestandenen Autor|innen kann man da wirklich alles erfahren. Und wie gesagt, man schlendert durch, man bleibt mal sitzen, man bleibt hängen und es gibt natürlich bestimmte Programmabläufe, die man sich einfach angucken kann, aber auf der Bühne wird es echt auch experimentell, darf ich sagen. Also die Subkultur hat da auch wieder was ganz Abgefahrenes vorbereitet. Die machen so eine Art live schreiben. Also da gibt es Musik und die Stichworte aus dem Publikum werden dann von Andreas Tamm sozusagen live recherchiert und geschrieben. Also so was gibt es auch. Also mit dem Publikum entstehen die Texte und die Sounds. Das finde ich auch total schön. Und Christian Schleuer macht auch so was in Richtung Musik und Text. Da kann man ganz viel ausprobieren. Auch wenn man nicht ausprobieren will. Das soll sich jetzt nicht so anhören, dass man alles mitmachen muss. Man kann auch einfach nur da sein und es genießen und sich angucken und sich einfach mal einen schönen Nachmittag mit Texten und Menschen machen, die einfach Lust haben aufs Schreiben und aufs Miteinander reden. #00:28:12-9#
Grazyna Wanat: Genau so. Wunderbar noch am Schluss die Kurve gekriegt für diese paar introvertierten Personen, die Angst haben, dass sie überall mitmachen müssen. Man kann auch nur zuschauen. #00:28:23-2#
Kathleen Röber: Ganz wichtig. Absolut, man kann auch einfach nur zuschauen. Absolut. Man kann auch einfach nur zuschauen und sich treiben lassen. Und man muss gar nichts mitmachen, wenn man nicht will. Man darf aber. Das ist ausdrücklich erwünscht. Aber man muss nicht. Es gibt ja auch Menschen, die das nicht so gerne mögen, und das ist auch völlig in Ordnung. Es geht beides. Wir freuen uns über jeden, der vorbeischaut. #00:28:42-2#
Katharina Mittenzwei: Und auch da denke ich, lohnt sich immer ein Blick in das gedruckte Programm, das Überall ausliegt, wo man Programme findet. Und natürlich auch ein Blick auf unsere Website, die immer wieder aktuell ist. Aber auch was ganz Besonderes, Kathleen, hier noch mal an dich freue ich mich auch ganz besonders und zwar gibt es Kunst vor der Katharinenruine. Ohne viel vorwegzunehmen. Überraschung bleibt Überraschung. Aber verrätst du uns schon ein bisschen was? #00:29:07-9#
Kathleen Röber: Ja, Wir haben dieses Jahr im Projektteam beschlossen, dass wir ein Open Call machen, weil wir einfach so viele Gedichte eingereicht bekommen haben. Wir waren echt überwältigt. Also wir dachten so, da kommen fünf Gedichte. Nein, es waren über 200 und wir haben gesagt, okay, wir machen jetzt einen Open Call. Wir finden das super und dann haben wir drei Gedichte ausgewählt und in den Open Call, also in diese Ausschreibung reingepackt und geschaut, wie sich das mit Kunst verbinden lässt. Und wir haben ein wirklich sehr interessantes Projekt ausgewählt, was sehr gut zu uns passt, weil es sich einerseits auf einen Text von Fabian Lente bezieht. "Der Fluss" und der Fluss ist ja gleich hier, direkt neben der Stadtbibliothek. Und weil es auch bespielbar ist. Also. Jetzt sind wir wieder da. Sie dürfen das Ding bewegen. Sie müssen aber nicht. Sie können sich die Kunst auch nur anschauen. Aber man kann die Kunst auf dem Platz auch bewegen und neu gestalten. Und das stellt so einen Bezug her, sozusagen zu dem Fluss und aber auch zu der Kunst. Und das bereichert natürlich unseren Platz und fügt sich ganz wunderbar auch in die anderen Aktionen ein. Und ja, mal schauen, wie das ankommt beim Publikum. Aber das ist jetzt das erste Jahr mit Kunstinstallation. Ja, das ist es, Kann man so sagen. #00:30:25-7#
Grazyna Wanat: Das wird gut. Und der Künstler hat auch während der Blauen Nacht schon die Katharinenruine bespielt. #00:30:33-5#
Kathleen Röber: Genau. #00:30:34-0#
Grazyna Wanat: Also, jetzt kommt er wieder in diese Gegend. #00:30:38-1#
Kathleen Röber: Udo Odessa. Genau das haben wir noch gar nicht gesagt. #00:30:42-1#
Grazyna Wanat: Genau. Und das Gedicht von Fabian Lente ist auch wunderschön. Ich bin auch sehr glücklich, dass er sich für dieses Gedicht entschieden hat. Wobei die anderen Texte auch sehr schön waren. #00:30:53-9#
Kathleen Röber: Genau. #00:30:54-7#
Katharina Mittenzwei: Ja, also es ist rasant. Trifft es glaube ich wirklich sehr gut, Kathleen. Weil dann ja auch noch das Sahnehäubchen, eine Party folgt am Samstagabend, und zwar am 09. 07. feiern wir zusammen mit der Szene, den Autorinnen, den Autoren und vor allem gemeinsam mit dem Kurt und seiner Anhängerinnenschaft eine irrsinnige Nacht. Wir feiern die texttage und gleichzeitig das Kurt Sommerfest in der Ruine. Also wie ihr ja auch schon betont habt, sozusagen die tollste Kulisse Nürnbergs. Es gibt Textirrsinn live auf der Bühne, umzingelt von Bands, umrankt von Legenden. Nur vom Feinsten für die Fans. Alles andere ist Makulatur. Das kann nur der Kurt. Und natürlich die texttage Nürnberg. Klingt mysteriös, wird es auch. Also kommt alle vorbei. Wir sind auch da. Ich freue mich schon riesig. Tickets gibt es an der Abendkasse. Genau Und alles Weitere auf unserer Website. #00:31:48-3#
Kathleen Röber: Genau. #00:31:49-4#
Katharina Mittenzwei: Das heißt noch mal in Grobzusammenfassung. Vom 08. bis zum 10. Juli, also Freitag bis Sonntag, finden die texttage in der Katharinenruine statt. Bewerbt euch vorher für die Meisterklassen, besorgt euch Tickets für die Lesungen oder kommt einfach so vorbei. Auch für die Lesungen gibt es Tickets an der Tages- bzw. Abendkasse. Und folgt uns auf Instagram. #00:32:11-6#
Kathleen Röber: Instagram. Das habe ich ganz vergessen. Wir haben ein ganz tolles Projekt mit dem Edel Extra dieses Jahr. Die machen nämlich ein Instagram Projekt zu den texttagen, wo Text und Bild zusammenkommen. Also auch mal beim Edel Extra vorbeischauen. Das ist echt eine schöne Geschichte, die jetzt ausgespielt wird und dann sozusagen ihren Höhepunkt an den texttagen findet. Genau, das habe ich vergessen. Also wir gehen auch so langsam in die Social Media Sphären mit dem texttage Projekt. Mal gucken, wo es sich noch hin entwickelt. Ich glaube, da ist viel Bewegung drin und das hängt natürlich immer auch von der Szene ab und von den Menschen, die da mittun und mitwirken. Also ihr beide, unser ganzes Team hier im Haus, wo ich mich schon mal bedanke. Das macht natürlich auch immer sehr viel organisatorische Arbeit. Aber grundsätzlich, da ist immer Bewegung drin im Festival. Es wird nie jedes Jahr gleich sein, glaube ich. Oder, Grazyna? #00:33:00-1#
Grazyna Wanat: Auf keinen Fall. Aber immer schön. #00:33:03-7#
Kathleen Röber: Ja, genau. #00:33:05-7#
Katharina Mittenzwei: Boah, ich freue mich und ich bin mir irgendwie sicher, dass das Wetter toll wird. Die Sonne wird scheinen für uns. Ich weiß es einfach. #00:33:12-3#
Grazyna Wanat: Versprichst du es? #00:33:13-3#
Katharina Mittenzwei: Ich verspreche es. Ja. #00:33:15-0#
Grazyna Wanat: Danke. #00:33:15-5#
Katharina Mittenzwei: Macht es gut. Es war schön mit euch. #00:33:19-6#
Grazyna Wanat: Danke. #00:33:20-6#
Kathleen Röber: Danke. Danke für das Interview. #00:33:22-1#
Grazyna Wanat: Ciao. #00:33:23-0#
Kathleen Röber: Ciao. #00:33:23-6#
Dieses Projekt/Diese Maßnahme/Initiative leistet einen wichtigen Beitrag, Nürnberg schrittweise inklusiver zu gestalten. Es/Sie ist Teil des Nürnberger Aktionsplans zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK). Den Ersten Aktionsplan hat der Nürnberger Stadtrat im Dezember 2021 einstimmig beschlossen. Um die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit und ohne Behinderung in Nürnberg zu verwirklichen, wurden und werden umfangreiche Maßnahmen entwickelt und umgesetzt. Weitere Informationen finden Sie unter www.inklusion.nuernberg.de.
„Wir alle schreiben“ – darin sind sich Grazyna Wanat und Kathleen Röber einig. Ein Gespräch über lyrische Therapiestunden, das „Allein-Sein“ als literarisches Motiv und eine rasante Bühne.
Vorfreude als Podcast – so beschreiben wir den knappen, aber vor jubelnder Spannung fast platzenden Austausch des Planungsteams der texttage.nürnberg.
Grazyna Wanat und Kathleen Röber geben Einblicke in das einzigartige Literaturfestival, bei dem das Schreiben dem Lesen die Show stiehlt. Hier kann schon mal große Literatur zerschnitten und neu zusammengeklebt, eine Live-Schreib-Performance auf der Bühne erlebt oder im Gespräch mit einer Lyrikerin ein persönliches Gedicht auf den Leib geschneidert werden. Jede und jeder kann mitmachen und kreativ werden! Sie wollten sich schon immer mal im Schreiben versuchen oder sind bereits dabei, aber benötigen professionelles Feedback? Hier haben Sie die Chance, in Meisterklassen von Bestsellerautorinnen und -autoren zu lernen. Nach dem Motto „von den Besten lernen“ bieten wir sieben spannende Schreibworkshops. Doch auch ohne Schreibambitionen lohnt sich ein Besuch. In Lesungen geben Autorinnen und Autoren Einblick in ihren Schreibprozess und in die Entstehung von Geschichten und lassen damit Literatur von einer ganz anderen Seite lebendig werden. Wie groß und vielfältig unsere hiesige Literaturszene ist, zeigt der textualienmarkt. Lernen Sie regionale Autorinnen und Autoren, Verlage, Verbände oder Veranstaltungsformate kennen. Knüpfen sie Kontakte oder genießen Sie einfach nur das Programm unserer lokalen Literaturheldinnen und -helden.
Wir ALLE schreiben. Darum kommen Sie vom 8. bis 10. Juli in und um die Katharinenruine – es wird wild!
Hier finden Sie alle wichtigen Informationen zu Ablauf, Anmeldung und den Akteurinnnen und Akteuren:
Zur Website texttage.nuernberg
Für noch mehr Vorfreude:
https://www.instagram.com/accounts/login/?next=/texttage.nuernberg/
Zusammen feiern wir mit Curt:
https://www.curt.de/nbg/
Die Kunstinstallation kommt von:
https://odourodessa.de
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Aufgenommen am: 9. Mai 2022
Veröffentlicht am: 2. Juni 2022
Moderation: Katharina Mittenzwei
Im Gespräch: Grazyna Wanat und Kathleen Röber
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Alle weiteren Folgen von KontaktAufnahme – der Podcast des Bildungszentrums Nürnberg finden Sie hier. Wir sind mindestens jeden zweiten Donnerstag mit einer neuen Folge online, manchmal öfters.
Wen sollen wir noch befragen - haben Sie Ideen und Anregungen? Oder möchten Sie Ihre eigenen „Glücksmomente“ (manchmal am Ende des Interviews zu hören) an uns schicken? Schreiben Sie uns an!