Für Russland ist Europa der Feind
Warum meine Heimat mit dem Westen gebrochen hat
- Kursnummer: 20705
- Art: Präsenz
Andrey Gurkov, einer der besten Kenner Russlands, stellt sein neuestes Buch vor und wirft einen ebenso analytischen wie schonungslosen Blick auf sein Heimatland – schonungsloser, als es sich deutsche Autorinnen und Autoren möglicherweise erlauben würden. Im Gespräch mit dem Publikum geht er der Frage nach, wie es dazu kommen konnte, dass Wladimir Putins imperiale Komplexe und aggressiven Wunschträume in der russischen Gesellschaft mehrheitsfähig wurden. Warum gab es unter Russinnen und Russen, auch unter im Ausland lebenden, so viel Kriegsbegeisterung? Weshalb fällt der staatlich propagierte Hass auf Ukrainer, Amerikaner und Europäer auf einen derart fruchtbaren Boden?
Der gebürtige Moskauer und heute in Köln lebende russische Journalist untersucht in seinem Buch die historischen, kulturellen, politischen und massenpsychologischen Ursachen dieses Phänomens. Zugleich warnt er eindringlich vor der illusionären Hoffnung, nach einem Ende des Ukrainekriegs könne es zu einer Wiederherstellung früherer Beziehungen Deutschlands beziehungsweise Europas zu Russland kommen. Die russische Gesellschaft sieht sich längst nicht mehr als Teil der europäischen Wertegemeinschaft; Europa ist zum Feindbild geworden.
„Den Europäern und vor allem den Deutschen darf nicht noch einmal der Fehler unterlaufen, im Russischen das latent aggressive Großrussische, das der Putinismus freigesetzt und angefacht hat, zu übersehen oder zu unterschätzen.“
Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit dem Verein dialog e.V. - Wirtschaft. Nachwuchs. Wissenschaft
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| Datum | Uhrzeit | Raum | Kursleitung |
|---|---|---|---|
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20260307
Samstag, 07.03.2026 |
von 16:30 Uhr bis 18:00 Uhr |
Vortragssaal 3.11 (Bildungszentrum) |
