Thomas Amberg, ist Religion verletzlich oder was hat Glaube mit Klimawandel zu tun?

"Religion braucht Mut für ein Denksystem" sagt Thomas Amberg. Ein Gespräch über die Gefahr des Missbrauchs von Religion und Solaranlagen auf Moscheen

Dr. Thomas Amberg leitet als promovierter Islamwissenschaftler und Pfarrer das Begegnungszentrum BRÜCKE-KÖPRÜ in Gostenhof. Er selbst verbrachte einige Zeit in Jerusalem und Damaskus. Die Folgen des Bürgerkriegs in Syrien, verlorene Freunde, hinterließen Spuren in seiner eigenen Biographie und machen sein Verständnis für den Lebenshintergrund der Geflüchtete und Neubürger*innen aus. Das Fühlen und Denken in der eigenen Muttersprache und Zuhören sei der Schlüssel für gegenseitiges Vertrauen, so Amberg. In unserem Gespräch erzählt er von seiner Einschätzung, was Interreligiosität bedeutet - was sie erreichen kann aber auch wo sie endet. „Religionen sind immer in Gefahr, missbraucht zu werden“ betont er beim Thema der Anti-Corona-Demonstrationen in Berlin.

Die Brücke als Ort der Vernetzung, des Dialogs und der Gemeinschaft widmet sich Menschen unterschiedlicher religiöser Denksysteme - bringt sie zusammen, lässt Diskussionen entstehen. Auch im Hinblick ganz irdischer Probleme: Wie weit ist die Evangelisch-lutherische Kirche eigentlich in der Frage nach einer nachhaltigen / fairen Beschaffung? Und was hat es mit der Grünen Moschee und dem Grünen Gockel auf sich?

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Herr Amber ist auch Kursleiter bei uns am Bildungszentrum

Mehr zum Grünen Gockel

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Aufgenommen am: Mittwoch, 17.09.2020
Veröffentlicht am: Donnerstag, 01. Oktober 2020
Moderation: Katharina Mittenzwei
Im Gespräch: Dr. Thomas Amberg

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