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Bücher, die Angst machen

Über das Recht auf Vielfalt

Die Veranstaltungsreihe von Stadtbibliothek und Bildungszentrum beleuchtet in mehreren Veranstaltungen mit Expertinnen und Experten aus den unterschiedlichen Bereichen der Buchkultur aktuelle und relevante Fragen zur gesellschaftspolitischen Einflussnahme auf das Grundrecht auf Bildung.

Bücher stehen und standen immer wieder auf Listen, aktuell fallen in den USA in vielen Bundesstaaten bestimmte Titel unter die sogenannten Book Bans. Bücher mit bestimmten Inhalten zu Rasse, Geschlecht oder Sexualität verschwinden aus Schulbibliotheken und der politische Druck auf Bildungseinrichtungen steigt.

Welche Mechanismen greifen hier und ist dies auf Deutschland übertragbar? Welche Inhalte machen Angst und wieso ist das historisch gesehen kein neues Phänomen? Entdecken Sie mit uns diese wichtigen Bücher und erfahren Sie, warum es entscheidend ist, für die Vielfalt einzustehen.

Die Veranstaltungen im Überblick

Wenn Bücher verschwinden – was bedeutet das für unsere Gesellschaft?

Expertenrunde mit Prof. Martin Puchner (Harvard University) und Prof. Dr. Nikola Roßbach (Uni Kassel) | Mittwoch, 24. Juni 2026

In den USA werden seit einigen Jahren Bücher aus Schulen und Bibliotheken entfernt – häufig auf Druck einzelner Gruppen oder besorgter Eltern. Besonders betroffen sind Werke zu Themen wie Rassismus, Geschlechteridentität, sexuelle Orientierung oder soziale Ungerechtigkeit. Sind Bücher gefährlich für unsere Kinder? Auch in Deutschland wird zunehmend darüber diskutiert, ob Bücher künftig Altersfreigaben erhalten sollten – ähnlich wie Filme oder Computerspiele. Doch wo verläuft die Grenze zwischen Jugendschutz und Einschränkung von Meinungs- und Informationsfreiheit? 

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Verboten gut: Liveperformance von SOMMERS WELTLITERATUR TO GO mit Musik

Freitag, 24. Juli 2026 

Vorsicht: Es gibt Menschen, die nicht wollen, dass Sie diesen Abend sehen, diese Geschichten hören, diese Bücher kennenlernen. Zensur und Bücherverbote sind old school? Klar – die katholische Kirche und totalitäre Regime haben haufenweise Bücher verbrannt, aber das ist doch vorbei, oder? Wenigstens in den liberalen Demokratien westlicher Prägung. Leider nein. In den USA tobt ein Kulturkampf ums Bücherregal. Religiöse und politische Interessengruppen lassen tausendfach Werke aus Bibliotheken und von Lehrplänen entfernen. Weshalb? Welche gefährlichen Geschichten werden da verboten? – Genau darum geht es in VERBOTEN GUT. Die neue Liveperformance von SOMMERS WELTLITERATUR TO GO widmet sich den verbannten, verbotenen und umstrittenen Geschichten.

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Filmaufführung THE LIBRARIANS

mit anschließendem Filmgespräch mit Johannes Neuer, Generaldirektor der Deutschen Nationalbibliothek, Leipzig (vormals NYC Public Library) | Montag, 28. September 2026 

THE LIBRARIANS beleuchtet die katastrophalen Entwicklungen rund um Büchereien und Bibliothekar*innen in den USA in den letzten Jahren. Allem voran steht die Strategie von extrem konservativen Kräften, unliebsame Bücher auf Indizes zu setzen, aus Büchereien zu entfernen und damit dem Zugang der Bürger*innen zu entziehen. Das betrifft Literatur aus dem Kanon afroamerikanische Literatur, LGBTIQ+ -Literatur, und vieles, was als historisch kritisch oder politisch progressiv gilt. Snyder folgt in ihrem Dokumentarfilm dem Kampf von Bibliothekar*innen gegen „book bans“, für intellektuelle Freiheit, demokratische Grundwerte und Selbstentfaltung. Der vielfach preisgekrönte Film wurde mitproduziert von Sarah Jessica Parker, Regie führte Kim A. Snyder.
(Quelle: www.gartenbaukino.at)

In Kooperation mit dem Filmhauskino Nürnberg

Veranstaltung in Kürze buchbar


Bücher, die Angst machen (aber nicht uns!)

Eine ultimative Empfehlungsliste von Menschen aus Kultur und Gesellschaft | ab Dienstag, 6. Oktober 2026

Was darf gesagt, gedacht, gelesen werden – und wer entscheidet das? Die neue Reihe widmet sich Büchern, die als zu radikal, unbequem oder unerwünscht galten. 
Drei Gäste aus Nürnberg stellen Werke vor, die zensiert, verboten oder gesellschaftlich geächtet wurden – und diskutieren, was eine offene Gesellschaft aushält. 

Zum Auftakt am Dienstag, 6. Oktober 2026, um 19.30 Uhr im Zeitungs-Café mit Akim Gubara, Julia Bischoff (@chuliakaya) und Christine Burmann. 
Nächster Termin: 15. Dezember 2026 im Staatstheater (3. Etage).

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Bücherverbote im historischen Kontext

Vortrag und Diskussion mit Prof. Dr. Svenja Hagenhoff (FAU Erlangen-Nürnberg) | Montag, 19. Oktober 2026

Bücherverbote und Bücherverbrennungen stehen für mehr oder weniger deutlich sichtbare Eingriffe in den öffentlichen Austausch von Ideen. Der Vortrag beleuchtet ausgewählte historische Fälle und arbeitet die grundlegenden Strukturen der Kommunikationskontrolle und -steuerung (KSK) heraus. Hieran lässt sich zeigen, dass Eingriffe sich nicht auf undemokratische (totalitäre, autoritäre) Regime beschränken, sondern Maßnahmen der der KSK auch in demokratisch organisierten Gesellschaften vorkommen.

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Community-Event: Gemeinsam Laut

Chorlesen aus verbotenen Büchern | Dienstag, 3. November 2026

Komm vorbei und sei dabei! Gemeinsam geben wir Texten eine Stimme, die gerade aus amerikanischen Schulbibliotheken verschwinden. Wir lesen laut aus Büchern, die auf „Banned Books“-Listen stehen – Werke, die Bestseller waren, verfilmt wurden und Generationen bewegt haben. Und die genau deshalb nicht verstummen dürfen. Erlebe die Kraft der Literatur und des gesprochenen Wortes hautnah: offen, laut und gemeinsam mit anderen, die für Vielfalt und Meinungsfreiheit einstehen. Ob du einfach zuhörst oder selbst mitliest – jede Stimme zählt. Mach mit!

Ort: Grünes Treppenhaus in der Stadtbibliothek Zentrum Nürnberg


Buchausstellungen

Den ganzen Sommer über bis in den Herbst lädt die Stadtbibliothek zu einer besonderen Medienpräsentation ein: Im Mittelpunkt stehen Bücher von der Liste der „Banned Books“ – also Werke, die in den USA aus unterschiedlichen Gründen zeitweise verboten oder aus Bibliotheken und Schulen entfernt wurden – sowie weitere Medien rund um die Themen Demokratie, USA und Zensur.
Medien unter diesem Schwerpunkt sind sowohl in der Stadtbibliothek Zentrum sowie in den Stadtteilbibliotheken zu finden.