Bücherverbote und Bücherverbrennungen stehen für mehr oder weniger deutlich sichtbare und extreme Eingriffe in den öffentlichen Austausch von Ideen. Schnell fallen einem der Index der katholischen Kirche, die Scheiterhaufen der Nationalsozialisten im Dritten Reich ein. Aber auch nach 1945 wurden bestimmte Medien trotz demokratischer Verfasstheit der Gesellschaft in der BRD oder in Österreich als "Schmutz und Schund" bezeichnet und landeten nicht nur auf dem Index, sondern auch im Feuer.
Der Vortrag beleuchtet ausgewählte historische Fälle von "Verboten" und arbeitet die grundlegenden Strukturen der Kommunikationskontrolle und -steuerung heraus. Hieran lässt sich zeigen, dass Eingriffe sich nicht auf undemokratische (totalitäre, autoritäre) Regime beschränken, sondern Maßnahmen der Kommunikationskontrolle und -steuerung auch in demokratischen Gesellschaften in verschiedenen Facetten und mit verschiedenen Begründungen vorkommen.
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| Datum | Uhrzeit | Raum | Kursleitung |
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20261019
Montag, 19.10.2026 |
von 18:00 Uhr bis 19:30 Uhr |
Vortragssaal 3.11 (Bildungszentrum) | Prof. Dr. Svenja Hagenhoff |
