Streitkulturen - Medienethische Perspektiven auf gesellschaftliche Diskurse - Online Angebot Webinar
Hate-Speech: Populismus, Polemik und Tabubruch in Beschimpfungen und öffentlichen Debatten

Nummer

83010

Leitung

Prof. Dr. Christian Schicha

Plätze

300 Plätze, beendet

Anzahl Termine

1 Termin (1 Einheiten)

Termin

Donnerstag, 28.05.2020

Uhrzeit

19:00 Uhr - 20:00 Uhr

Preis

0,00 Euro (BS KE)

BS - Besondere Stornierung
Einige unserer Veranstaltungen erfordern für die Durchführung einen besonderen Aufwand (z. B. Raumanmietungen, Geräteausstattung u. a.). Sie können nur abgehalten werden, wenn tatsächlich die vereinbarten Entgelte eingenommen werden. Für eine Stornierung, die weniger als zwei Wochen vor Veranstaltungsbeginn erfolgen soll, fallen daher erhöhte Stornierungsentgelte von mindestens 50 % des Veranstaltungsentgelts an" Besondere Stornierung)
KE - Keine Ermäßigung
Bei diesen Kursen muss wegen des erhöhten Aufwands (Miete, Geräteausstattung u. a.) das Entgelt fest vereinbart werden, d. h. eine Ermäßigung für Nürnberg-Pass-Inhaber ist nicht möglich.
Streitkulturen - Medienethische Perspektiven auf gesellschaftliche Diskurse - Online Angebot Webinar

Die veränderten digitalen Bedingungen erfordern eine neudefinierte Festlegung verständigungsorientierter, ernsthafter, respektvoller, toleranter und demokratischer Kommunikation zur konstruktiven Konfliktbewältigung!

Diskutieren Sie über Chat mit!

Um am Webinar teilzunehmen folgen Sie am 28.Mai diesem Link!

>www.youtube.vhs-daheim.de

Es wird im digitalen Zeitalter immer einfacher, Informationen zu verbreiten und zu nutzen. Debatten- und Öffentlichkeitsräume erweitern sich. Mediendiskurse sind im Wandel begriffen und unterliegen permanenten Veränderungen. Es gilt zu prüfen, inwiefern derartige Diskurse den normativen Anforderungen eines respektvollen Miteinanders genügen. An welchen Stellen sind Überschreitungen und Grenzverletzungen der „guten Sitten“ zu beobachten? Wer artikuliert sich öffentlich wie, in welchen Medienforen? Und welche Folgen ergeben sich aus medienethischer Perspektive daraus?

Das stets präsente Spannungsfeld zwischen dem Recht auf freie Meinungsäußerung und potentiellen negativen Konsequenzen für die Betroffenen wird gehäuft verstärkt durch die bewusste oder unbewusste Nutzung von Klischees, Vorurteilen, Stereotypen und unzulässigen Verallgemeinerungen (Hate-Speech). Politikerinnen und Politiker, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, Journalistinnen und Journalisten sowie Küsterinnen und Künstler werden persönlich angegriffen und bedroht. Reden, Vorträge, Tagungen und Ausstellungen mussten aufgrund des öffentlichen Drucks abgesagt oder verschoben werden und konnten z.T. nur unter Polizeischutz durchgeführt werden. Ein auf Verständigung und begründeter Argumentation basierender Diskurs, bei dem es keinen Zwang, „außer dem Zwang des besseren Argumentes“ (Jürgen Habermas) gibt, wird durch Provokationen, Polemik und Populismus und Tabubrüche ersetzt. Hier liegen Mechanismen der politischen Auseinandersetzung vor, die über einen hohen Nachrichtenwert verfügen und entsprechende mediale Anschlussdiskurse generieren (können).

Wir diskutieren anhand verschiedener Beispiele über Formen von Konflikten in öffentlichen Mediendiskursen. Welche normativen Ansprüche werden an Debatten gerichtet? Welche Empörungsstrategien lassen sich aufzeigen? Und welche Maßnahmen können dazu beitragen, Auseinandersetzungen konstruktiv auszutragen?

 

Weitere Informationen

Aktionen Diese Veranstaltung ist nicht im Internet buchbar.
Information Das Angebot erfolgt in Kooperation mit vhs.daheim. Folgen Sie am 28. Mai dem Link in der Beschreibung. Wir empfehlen circa 10 Minuten vor Beginn beizutreten, damit Sie Zeit haben, es sich vor Ihrem Rechner gemütlich zu machen. Hinweis: Sie können das webinar uneingeschränkt verfolgen. Um am Chat teilnehmen zu können, benötigen Sie allerdings ein Google-Konto, mit dem Sie sich auf youtube anmelden.

Zurück