Sehen im Augenblick - Wie Augenbewegungen bestimmen, was wir sehen können
Vortrag von Prof. Dr. Alexander C. Schütz in der Reihe 'Vom Reiz der Sinne'

Kursnummer 00924
Veranstaltungsort Nicolaus-Copernicus-Planetarium Bildungszentrum, Am Plärrer 41
Raum Kuppelsaal 0
1. Termin, Ende Dienstag, 29.05.2018 - Dienstag, 29.05.2018
Zeit 19:30 Uhr
Dauer, Plätze 1 x, 2 Kursstunden, 100 Plätze, frei
Preis (Info) 7,50 Euro (ermäßigt € 5,00)
Weitere Hinweise Der Teilnahmeausweis gilt als Eintrittskarte.
Information Alle Vorträge der Reihe "'Vom Reiz der Sinne" können unter der Kursnummer 00920 für 24,00 Euro auch insgesamt gebucht werden.
Termine
Dienstag,
29.05.2018
von 19:30 Uhr
bis 21:00 Uhr
0 Kuppelsaal (Nicolaus-Copernicus-Planetarium)
Beschreibung

Menschen können Objekte nur dann mit hoher Sehschärfe wahrnehmen, wenn sie ihren Blick darauf richten. Bis zu viermal pro Sekunde bewegen sich die Augen, um den Blick auf ein anderes Objekt auszurichten. Jede dieser Augenbewegungen führt zu einer abrupten Änderung des Abbildes auf der Netzhaut, vergleichbar mit einem Kameraschnitt beim Film. Trotz dieser häufigen Unterbrechungen und vielen Einzelbilder nehmen Menschen ihre Umgebung gleichmäßig und stabil wahr. Anhand von Wahrnehmungsexperimenten und Phänomenen wird gezeigt, wie das menschliche Gehirn eine kontinuierliche Repräsentation der Umgebung erzeugt und welche Rolle Augenbewegungen beim Sehen spielen. Einige Leistungen der Wahrnehmung werden hierbei durch Augenbewegungen erschwert, andere wiederum erleichtert. Diese Befunde können beispielsweise beim Training der Auge-Hand-Koordination bei Ballsportarten eingesetzt werden.

Alexander Schütz ist seit 2015 Professor für Allgemeine Psychologie an der Philipps-Universität Marburg. Er studierte Psychologie mit Nebenfach Informatik an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg und schloss 2006 sein Studium mit einer Diplomarbeit bei der AUDI AG in Ingolstadt ab. Danach war er an der Justus-Liebig-Universität Gießen als wissenschaftlicher Mitarbeiter beschäftigt, wo er 2008 promoviert wurde und sich 2013 habilitierte. Mehrere Auslandsaufenthalte führten ihn an Forschungseinrichtungen in Genf und Pisa. Alexander Schütz beschäftigt sich in der Forschung mit sensomotorischem Lernen, insbesondere in Bezug auf das Zusammenspiel von Augenbewegungen und Wahrnehmung.

 

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