"Selam, Frau Imamin" - Lesung und Gespräch mit Seyran Ateş

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Donnerstag, 3. Mai 2018, 18 Uhr
Bildungszentrum, Gewerbemuseumsplatz 2
Moderation: Georg Escher, Nürnberger Nachrichten

Bitte beachten Sie die Terminverschiebung von 19. Februar auf den 3. Mai!


Seyran Ateş ist gläubige Muslimin. Die fundamentalistischen Tendenzen im Islam empören sie. Doch die letzten Jahre haben gezeigt: Gegen diese Entwicklungen anzuschreiben reicht nicht aus. Sie gewinnt Mitstreiter für die Gründung einer reformierten Moschee in Berlin und baut ein internationales Netzwerk von liberalen Muslimen auf.
Dahinter steht nicht nur ein politisches Signal, sondern auch der Wunsch, einen religiösen Ort zu etablieren, der zum Dialog mit anderen Religionen einlädt. Dieses Projekt und ihr jüngstes Buch "Selam, Frau Imamin!" brachte ihr international viel Zustimmung, aber auch massive Kritik ein. Sie berichtet darin von der Vorgeschichte und den Zielen ihres Projekts und geht gleichzeitig auf die aktuellen Debatten zum politischem Islam und Extremismus ein. Es ist das engagierte Buch einer modernen Muslimin, die ihren Glauben leben will und sich nicht von patriarchalen Strukturen und den Dogmen der Strenggläubigen einschüchtern lässt.

Für ihr Wirken wurde Seyran Ates vielfach ausgezeichnet; u.a. mit dem 'Zivilcouragepreis‘ des CSD Berlin, dem Menschenrechtspreis der Ingrid-zu-Solms-Stiftung unnd dem Bundesverdienstkreuz 1. Klasse. Veröffentlichungen u.a.: "Große Reise ins Feuer. Die Geschichte einer deutschen Türkin" (2003), "Der Multi-Kulti-Irrtum" (2007), "Der Islam braucht eine sexuelle Revolution" (2009), "Wahlheimat" (2013).
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