"Gott ist nicht schüchtern". Lesung und Gespräch mit Olga Grjasnowa

© René Fietzek

Dienstag, 13.03.2018, 18 Uhr
Bildungszentrum, Gewerbemuseumsplatz 2

In ihrem neuen Roman „Gott ist nicht schüchtern“ erzählt Olga Grjasnowa von Amal und Hammoudi, beide jung und begabt, die vor dem Assad-Regime nach Deutschland fliehen.
Als die syrische Revolution ausbricht, feiert Amal ihre ersten Erfolge als Schauspielerin. Hammoudi hat gerade sein Medizinstudium beendet und will bald seine Stelle in einem Krankenhaus in Paris antreten. Er fährt nach Damaskus, um die letzten Formalitäten zu erledigen. Grjasnowa erzählt aus der privaten Perspektive ihrer Protagonisten, die sich zunehmend bespitzelt, verfolgt und bedroht fühlen und sich schließlich zur lebensgefährlichen Flucht über das Mittelmeer entschließen. In Berlin werden sich Amal und Hammoudi wiederbegegnen: zwei Menschen, die alles verloren haben und nun von vorn anfangen müssen.
Olga Grjasnowa, 1984 in Baku geboren, wurde für ihren 2012 veröffentlichten Debüt-Roman „Der Russe ist einer, der Birken liebt“ mit mehreren Preisen ausgezeichnet. 2014 erschien ihr zweiter Roman „Die juristische Unschärfe einer Ehe“. Die Erfahrung von Flucht und Neuanfang kennt die Schriftstellerin aus der eigenen Familie: Ihre jüdische Großmutter floh als Vierzehnjährige aus Weißrussland nach Aserbaidschan, Grjasnowa selbst emigrierte als Kind mit ihren Eltern nach Deutschland. Heute lebt sie mit ihrem Ehemann, einem syrischen Schauspieler, der sich im arabischen Frühling engagierte, in Berlin.

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