Gegen Rassismus und Rechtsradikalismus

Mit der Kampagne „Nürnberg hält zusammen“ setzt die Stadt Nürnberg ein klares Zeichen gegen Rassismus und Rechtsradikalismus. Auch der Bildungscampus beteiligt sich aktiv daran: Mit zahlreichen Veranstaltungen, Vorträgen und Diskussionsrunden, die im Rahmen von „Nürnberg hält zusammen“ stattfinden, setzen sich Bildungszentrum und Stadtbibliothek für eine tolerante, offene und vielfältige Stadtgesellschaft ein. Denn: Nürnberg zeichnet sich durch ein respektvolles Miteinander der Religionen und Kulturen aus.

Was sind Vorurteile und wie entstehen sie? Wie konnte bei der NSU-Mordserie ein Jahrzehnt in die falsche Richtung ermittelt und berichtet werden? Warum funktionieren Rassismus und Diskriminierung? Rechnet sich Einwanderung aus volkswirtschaftlicher Sicht? Und wie verstehen sich Satire, Kabarett und Karikatur? Diese und viele weitere Fragen stehen im Fokus des Themenschwerpunkts „Nürnberg hält zusammen“. In diesem Halbjahr bieten das BZ und die Stadtbibliothek ein hoch aktuelles und vielfältiges Programm zu den Themen Vorurteile und Toleranz, Einwanderung und Integration, Diskriminierung und Rassismus, Fremde und Heimat.


Hier finden Sie unsere Kurse und Veranstaltungen zum Thema

Auszug aus bisherigen Veranstaltungen der Reihe

Mein Akku ist gleich leer: Ein Chat von der Flucht

13. März 2016
Faiz ist auf der Flucht, als er mit Julia Tieke eine Facebook-Unterhaltung beginnt. Der syrische Student der englischen Literatur macht die Berliner Netzaktivistin/Journalistin zur Zeugin seiner Erlebnisse. Kurze Statusmeldungen und unerträglich lange Pausen. Berichte von Schleppern, Angst vor der Polizei, Mut und Enttäuschungen. Faiz will Mensch bleiben, auch wenn er sich unmenschlich behandelt fühlt. Julia muss mitlesen, kann antworten, aber kaum helfen.

Syrien im Bürgerkrieg

24. Februar 2016
Seit nunmehr fünf Jahren tobt in Syrien ein erbitterter Bürgerkrieg. Leidtragend ist vor allem die syrische Bevölkerung, die in großer Zahl aus der eigenen Heimat flieht. Ein Ende des Konflikts zeichnet sich jedoch bisher nicht ab. Die Lage wird zunehmend unübersichtlicher. Christian Thuselt (Lehrstuhl für Politik und Gesellschaft des Nahen Ostens, FAU Erlangen) gab Einblicke und sucht nach Erklärungen.

Der klügste Mensch im Facebook. Statusmeldungen aus Syrien

18. Januar 2016
Eine Lesung und Gespräch mit dem Autor Aboud Saeed und seiner deutschen Übersetzerin Sandtra Hetzl

Im Bürgerkrieg beginnt ein junger Syrer auf Facebook zu schreiben und erreicht eine enorme Popularität. Er schreibt über das tägliche Leben, über seine Mutter und über Frauen, die nicht zurückrufen. Ein Berliner Kleinverlag bringt seine Statusmeldungen erfolgreich als E-Book heraus. Inzwischen lebt der Autor in Berlin, das Buch gibt es auch als Taschenbuch (auch auf Englisch) und ein Berliner Theater hat es bereits auf die Bühne gebracht.

Wozu brauchen wir die Freiheit der Kunst?

8. Dezember 2015
„Kunst und Wissenschaft, Forschung und Lehre sind frei“, heißt es im Grundgesetz. Welchen Wert die Freiheit der Kunst besitzt, wissen vor allem jene Künstler zu schätzen, die unter Diktaturen und doktrinären Ideologien zu leiden haben. Prof. Diet Sayler (geb. 1939 in Timisoara), in Nürnberg lebender Maler und Bildhauer, hat in Rumänien erfahren müssen, was intellektuelle Bevormundung heißt. Der Künstler, der seit 1973 in Nürnberg lebt, erläuterte im Gespräch mit Thomas Heyden vom Neuen Museum in Nürnberg, wie sich in seinem Werk Freiheit in einer subjektiven geometrischen Sprache äußert. Doch läuft die grenzenlos freie Kunst nicht ins Leere? Umgekehrt gefragt: Steigt mit der Gefahr der Zensur nicht auch die gesellschaftliche Relevanz der Kunst und bilden Künstler und Publikum im Untergrund besonders verschworene Gemeinschaften?

Junge deutsche Islamisten – hat die Bildung versagt?

25. Juni 2015
In den letzten Monaten zeigt sich ein Anwachsen der Radikalisierung unter jungen Muslimen – oft Migrant/innen der zweiten oder dritten Generation – und eine steigende Empfänglichkeit für radikale salafistische Propaganda. Muss sich das deutsche Bildungssystem den Vorwurf gefallen lassen, hier nicht genug getan zu haben, in dem es den Islam zu wenig berücksichtigt und so das Feld radikalen Agitatoren überlässt?

Podiumsdiskussion mit:
Asip Kaya, Türkischer Generalkonsul Nürnberg
Dr. Türkan Kanbicak, Berufsschullehrerin und Lehrbeauftragte in Fulda sowie Mitarbeiter am Fritz-Bauer-Institut in Frankfurt am Main
Prof. Dr. Benno Hafeneger, Erziehungswissenschaftler aus Marburg

Die bunte Welt der Religionen: Buddhismus

24. Juni 2015
Um fremde Religionen und ihre Besonderheiten geht es bei unserer Reise durch die unterschiedlichsten Glaubensgemeinschaften Nürnbergs. In diesem ersten Teil konnte man unter Anderem buddhistische Riten und Sitten in einem Tempel kennenlernen.