texttage.nuernberg: Lesung mit Stephan Thome
Deutschland und Taiwan - Erzählen zwischen Heimat und Fremde


Nummer

30502

Plätze

frei

Anzahl Termine

1 Termin (1 Einheiten)

Termin

Samstag, 09.07.2022

Uhrzeit

14:30 Uhr - 15:30 Uhr

Preis

5,00 Euro (KE)

KE - Keine Ermäßigung
Bei diesen Kursen muss wegen des erhöhten Aufwands (Miete, Geräteausstattung u. a.) das Entgelt fest vereinbart werden, d. h. eine Ermäßigung für Nürnberg-Pass-Inhaber ist nicht möglich.
texttage.nuernberg: Lesung mit Stephan Thome
© Suhrkamp Verlag

ine Lesung im Rahmen des Literaturfestivals texttage.nuernberg
8. Juli bis 10. Juli 2022, weitere Infos ➜ www.texttage.nuernberg.de

Die Lesungen während der texttage.nuernberg haben einen ganz besonderen Charakter: die Autorinnen und Autoren lesen kurz aus ihren Büchern, um anschließend einen kurzen Vortrag über verschiedene Aspekte des Schreibprozesses zu halten. Selbstverständlich gibt es zum Abschluss Zeit für die Publikumsfragen. Auch die Büchersignierung ist vorgesehen.

Stephan Thome
Deutschland und Taiwan - Erzählen zwischen Heimat und Fremde

Nach zwölf Jahren ist Taiwan Thomes zweite Heimat, für sein Publikum aber ein exotisches Land. Wie erzählt man von der nicht-fremden Fremde, und mit welchen Reaktionen muss man in Zeiten aufgeheizter Identitätsdebatten rechnen? Am Beispiel von „Pflaumenregen“: Während der Arbeit und nach der Veröffentlichung.

Der Autor: Stephan Thome, geboren 1972, ist Philosoph, Übersetzer und Schriftsteller. Er studierte in Berlin, Nanking, Taipeh und Tokio und lebt seit zwölf Jahren in Taiwan. Thomes Roman „Grenzgang“ gewann 2009 den aspekte-Literaturpreis für das beste Debüt des Jahres. Die Verfilmung des Romans wurde 2014 mit dem Grimme-Preis ausgezeichnet, im gleichen Jahr wurde Thome von der Akademie der Künste Berlin mit dem Kunstpreis Literatur gewürdigt. Drei von seinen bisher fünf erschienenen Romanen standen auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises: „Grenzgang“, 2009, „Fliehkräfte“, 2012, und „Gott der Barbaren“, 2018.

 

Das Buch: Pflaumenregen [Suhrkamp, 2021]
Taiwan in den 1940er Jahren, am Ende der japanischen Kolonialzeit. Die achtjährige Umeko wächst behütet in einer Kleinstadt im Norden der Insel auf. Sie ist stolz auf ihr gutes Japanisch und himmelt ihren älteren Bruder an, der der Star des örtlichen Baseballteams ist. Als die Armee jedoch am Ortsrand ein Lager für ausländische Kriegsgefangene einrichtet, gerät ihr Leben in einen Strudel aus Schuld und Verbrechen, der die Familie siebzig Jahre später immer noch gefangen hält. „Pflaumenregen“ entfaltet ein berührendes historisches Panorama, in dessen Zentrum eine familiäre Tragödie steht. Gleichzeitig zielen die darin aufgeworfenen Fragen auf unsere eigene zerrissene Gegenwart: Was stiftet Zugehörigkeit, wenn persönliche und nationale Identität viel weniger eindeutig sind, als wir glauben? Wie viel wissen wir von denen, die uns am nächsten stehen? Was wissen wir wirklich über uns selbst?

Der Ort: Diese Lesung findet statt in der Katharinnenruine, Am Katharinenkloster 6, 90403 Nürnberg. Bei sehr schlechtem Wetter im benachbarten Katharinnensaal, Eingang über Peter-Vischer-Straße.

Mehr über das Literaturfestival texttage.nuernberg
8. Juli bis 10. Juli 2022, mit Meisterklassen (Schreibworkshops und Lesungen) und dem textualienmarkt umsonst & draußen ➜ www.texttage.nuernberg.de

Treffpunkt

Katharinenruine, Am Katharinenkloster 6, Nürnberg

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