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MEDIENKRITIK: „Beziehungsdramen“, Ferndiagnosen, True-Crime-Kult

Über die die Darstellung von (geschlechtsspezifischer) Gewalt

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MEDIENKRITIK: „Beziehungsdramen“, Ferndiagnosen, True-Crime-Kult
Über die Darstellung von (geschlechtsspezifischer) Gewalt

Wenn ein Mann seine Partnerin oder Ex-Partnerin tötet, lesen wir in Medien nicht selten von einem „Familiendrama“. Oder wir hören Psychologen dabei zu, wie sie versuchen, so eine Tat zu nachvollziehbar zu machen – obwohl sie weder Opfer noch Täter kannten. Andere Gewalttaten werden in allseits beliebten True-Crime-Formaten aufbereitet und dienen, so brutal das klingt, der Unterhaltung. Der Vortrag bietet einen kritischen Blick auf die Darstellung von (geschlechtsspezifischer) Gewalt in journalistischen Medien und in fiktionalen Formaten. Ein Impulsvortrag mit Beispielen aus dem Alltag einer Medienkritikerin mit anschließender Diskussion.

Referentin: Lisa Kräher, Übermedien-Redakteurin, Autorin für „Die Carolin Kebekus Show“ (ARD/WDR) und Mitglied der Grimme-Preis-Jury. Ihr journalistisches Handwerk hat sie bei der Lokalzeitung gelernt. Vor ihrer Zeit bei Übermedien war sie als freie Journalistin und Filmemacherin tätig.

Diese Reihe beginnt mit einem generellen Überblick der medienkritischen Arbeit des Magazins „Übermedien“ (Kurs 20702) und betrachtet anschließend zwei Aspekte der Medienkritik aus der Nähe: den generellen Vorwurf, Medien seien zu einseitig (Kurs 20704), und die Darstellung von Gewalt in Medien (Kurs 20706). Die komplette Reihe buchen: Kurs 20700.

 

 

 

Immer wieder schwappt durch die Öffentlichkeit eine neue Welle der Empörung, nachdem ein erneuter Missbrauchsfall öffentlich wird. Einerseits werden Rufe nach Boykott laut, andererseits Vorwürfe des Rufmordes und der Cancel Culture. Nicht selten wird dabei weniger heftig über den Fall an sich diskutiert, als über die Art der Berichterstattung. Wie legitim ist eine Verdachtsberichterstattung? Wo liegen die Grenzen der Veröffentlichungen, die sich mit Gewalt beschäftigen, nicht selten zur reinen (und sehr populären) Unterhaltung? Ein kritischer Blick auf die Darstellung von (geschlechtsspezifischer) Gewalt in journalistischen Medien und in fiktionalen Formaten. Ein Impulsvortrag und eine Diskussion, mit Beispielen „aus dem Leben“.

 

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Im Rahmen des Bayerischen Gesetzes zur Förderung der Erwachsenenbildung (BayEbFöG) werden in diesem Jahr Veranstaltungen zum Schwerpunktthema “Digitalisierung und Medienkompetenz“ gefördert. Diese Veranstaltung wird daher aus Mitteln des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus finanziert.

Vortragssaal

Vortragssaal 3.11, Bildungszentrum Seminargebäude, Gewerbemuseumsplatz 2

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Datum Uhrzeit Raum Kursleitung
20241128 Donnerstag,
28.11.2024
von 18:00 Uhr
bis 19:30 Uhr
Vortragssaal 3.11 (Bildungszentrum) Lisa Kräher

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  • Plätze frei
  • Anzahl 1 Termin (2 Einheiten)
  • Termin Donnerstag, 28.11.2024
  • Uhrzeit 18:00 Uhr - 19:30 Uhr
MEDIENKRITIK: „Beziehungsdramen“, Ferndiagnosen, True-Crime-Kult
© Fot: Yvonne Michailuk