Die Frauenklöster in Nürnberg:
(K)eine Entsorgung unverheirateter Töchter?


Nummer

20101

Leitung

Nadja Bennewitz

Plätze

Warteliste

Anzahl Termine

1 Termin (2 Einheiten)

Termin

Samstag, 21.05.2022

Uhrzeit

14:00 Uhr - 16:00 Uhr

Preis

12,00 Euro

Die Frauenklöster in Nürnberg:
© Dieter Binz

Die Entstehung neuer Reformorden zu Beginn des Spätmittelalters zog eine rege Beteiligung von Frauen am religiösen Leben nach sich: Das ehemalige Dominikanerinnenkloster von St. Katharina und die Klarissenkirche legen davon noch heute Zeugnis ab.

Die Schwierigkeiten, die die Frauen innerhalb der Männerorden erwarteten, aber auch die Entfaltungsmöglichkeiten und der Zugang zu Bildung in den Frauenklöstern konnten eine positive Herausforderung eines mittelalterlichen Frauenlebens darstellen. Die Dominikanerinnen im Katharinenkloster besaßen die größte Bibliothek aller Frauenklöster im deutschsprachigen Raum, die Klarissen waren berühmt für ihre humanistische Bildung.

Bereits einige Zeit vor Martin Luther wurde der Wunsch nach einer Reform dieses Klosterlebens laut. Nicht immer willig zeigten sich dabei die Nonnen, die mit reichlich unorthodoxen Methoden Widerstand gegen eine „strengere Zucht“ leisteten. Die Schilderung des facettenreichen Nonnenlebens, besonders des Alltags und des Bildungsstandes, soll einen Einblick ermöglichen.

 

Nadja Bennewitz ist Historikerin und wissenschaftliche Angestellte am Lehrstuhl für Didaktik der Geschichte der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Ihre Forschungsschwerpunkte umfassen die Erforschung der Frauen- und Geschlechtergeschichte (insbesondere die Lokal- und Regionalgeschichte) sowie die Arbeit mit ZeitzeugInnen aus Deutschland und Italien über die Zeit des Nationalsozialismus, des Faschismus und die Nachkriegszeit.