Medizin ohne Gewissen. Der Nürnberger Ärzteprozess
Themenführung im Memorium Nürnberger Prozesse


Nummer

20312

Plätze

frei

Anzahl Termine

1 Termin (2 Einheiten)

Termin

Sonntag, 11.10.2020

Uhrzeit

11:00 Uhr - 13:00 Uhr

Preis

11,00 Euro

Medizin ohne Gewissen. Der Nürnberger Ärzteprozess
© Memorium Nürnbnerger Prozesse

Medizin ohne Gewissen. Der Nürnberger Ärzteprozess
Themenführung im Memorium Nürnberger Prozesse

 

Nicht Moral und Ethik waren in der NS-Zeit handlungsleitende Prinzipien der Medizin, sondern eine Weltanschauung von höheren und minderen Rassen. Ärzte agierten als "Pfleger der Gene" und "Bevölkerungspolitiker". 22 ehemals führende Ärzte und Sanitätsbeamte sowie eine Ärztin saßen 1946/47 in Nürnberg hierfür auf der Anklagebank. Verantworten mussten sie sich für zahllose Morde, Grausamkeiten und unmenschliche Experimente, begangen in Konzentrationslagern, Versuchsanstalten, Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen. Keiner der Angeklagten äußerte ein Wort des Bedauerns. Der interaktiv gestaltete Besuch der Ausstellung bietet eine Möglichkeit der Auseinandersetzung mit den ideologischen Hintergründen der Medizinverbrechen und den praktischen Absichten, die dabei verfolgt wurden. Die Teilnehmenden analysieren exemplarisch das Beweismaterial, die Verteidigungsstrategien und die zeitgenössische Berichterstattung.

Anmeldung bis Donnerstag, 1. Oktober 2020.

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Geschichte am historischen Ort

Rundgänge an Orten des historischen Geschehens haben die Macht, die Geschichte einprägsam zu veranschaulichen und den Bezug zur Gegenwart sichtbar zu machen. In einem Gespräch mit Experten und anderen Besucher/-innen lässt sich die Bedeutung und die Widerstandsfähigkeit von Rechtsstaatlichkeit damals und heute reflektieren.

Im Memorium Nürnberger Prozesse wurde vor Ort ein Museum errichtet, in dem die Auseinandersetzung mit verschiedenen Aspekten der Geschichte ermöglicht wird. Im Nürnberger Justizpalast tagte zum ersten Mal in der Geschichte ein internationales Militärgericht. Vom 20. November 1945 bis zum 1. Oktober 1946 mussten sich führende Vertreter des nationalsozialistischen Regimes vor US-amerikanischen, britischen, sowjetischen und französischen Richtern verantworten. Der Nürnberger Prozess gilt als die Geburtsstunde des modernen Völkerstrafrechts. Das Memorium Nürnberger Prozesse (Dauerausstellung seit 2010) spannt den Bogen von den ersten Versuchen strafrechtlicher Ahndung von Kriegsverbrechen bis zur Arbeit internationaler Strafgerichtshöfe in der Gegenwart.

 

Wir bieten in Kooperation mit dem Museum Memorium Nürnberger Prozesse vier Themenführungen mit Exper/innen. Weitere Führungen aus der Reihe „Geschichte am historischen Ort“

Treffpunkt Memorium Nürnberger Prozesse, Bärenschanzstr. 72

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