Frauen in den Nürnberger Prozessen. Sind die Nürnberger Prozesse "männlich"?
Themenführung im Memorium Nürnberger Prozesse


Nummer

20318

Plätze

frei

Anzahl Termine

1 Termin (2 Einheiten)

Termin

Sonntag, 17.01.2021

Uhrzeit

11:00 Uhr - 13:00 Uhr

Preis

11,00 Euro

Frauen in den Nürnberger Prozessen. Sind die Nürnberger Prozesse "männlich"?
© Memorium Nürnberger Prozesse

Frauen in den Nürnberger Prozessen. Sind die Nürnberger Prozesse "männlich"?
Themenführung im Memorium Nürnberger Prozesse

 

Auf Foto- und Videoaufnahmen von den Nürnberger Prozessen sieht man in erster Linie Männer und auch entscheidende Dokumente zu den Prozessen sind von Männern verfasst. Bei näherem Hinblick ist der Einfluss von Frauen auf die Nürnberger Prozesse aber unübersehbar: Frauen arbeiten nicht nur in vermeintlich "klassisch weiblichen" Berufen, sondern sind in allen entscheidenden Bereichen der Prozesse zu finden: Sie berichten als Journalistinnen, bringen als Anklägerinnen Kriegsverbrecher vor Gericht, ermöglichen Prozesse als Übersetzerinnen, organisieren als Sekretärinnen, dokumentieren als Stenotypistinnen und unterstützen faire Prozesse als Verteidigerinnen. Untersucht wird ebenfalls die Rolle der Zeuginnen und der weiblichen Angeklagten.

Anmeldung bis Donnerstag, 7. Januar 2020.

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Geschichte am historischen Ort

Rundgänge an Orten des historischen Geschehens haben die Macht, die Geschichte einprägsam zu veranschaulichen und den Bezug zur Gegenwart sichtbar zu machen. In einem Gespräch mit Experten und anderen Besucher/-innen lässt sich die Bedeutung und die Widerstandsfähigkeit von Rechtsstaatlichkeit damals und heute reflektieren.

Im Memorium Nürnberger Prozesse wurde vor Ort ein Museum errichtet, in dem die Auseinandersetzung mit verschiedenen Aspekten der Geschichte ermöglicht wird. Im Nürnberger Justizpalast tagte zum ersten Mal in der Geschichte ein internationales Militärgericht. Vom 20. November 1945 bis zum 1. Oktober 1946 mussten sich führende Vertreter des nationalsozialistischen Regimes vor US-amerikanischen, britischen, sowjetischen und französischen Richtern verantworten. Der Nürnberger Prozess gilt als die Geburtsstunde des modernen Völkerstrafrechts. Das Memorium Nürnberger Prozesse (Dauerausstellung seit 2010) spannt den Bogen von den ersten Versuchen strafrechtlicher Ahndung von Kriegsverbrechen bis zur Arbeit internationaler Strafgerichtshöfe in der Gegenwart.

 

Wir bieten in Kooperation mit dem Museum Memorium Nürnberger Prozesse vier Themenführungen mit Exper/innen. Weitere Führungen aus der Reihe „Geschichte am historischen Ort“

 

Treffpunkt Memorium Nürnberger Prozesse, Bärenschanzstr. 72

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