Philosophie im Krisenmodus
Lesekreis zu zentralen Texten der Aufklärung und Moderne
- Kursnummer: 30016
- Manfred Ertl
- Art: Präsenz
Dass etwas nicht mehr stimmt mit unserer Zivilisation, unserem Denken und unserem Zusammenleben, scheint kaum noch erklärungsbedürftig. Vielmehr entsteht der Eindruck, dass sich unsere Gesellschaften in einem kollektiven Krisenmodus befinden – einem Modus, der nicht selten dazu führt, zivilisatorische Errungenschaften infrage zu stellen, zu beschädigen oder sogar zu verwerfen.
Zahlreiche Deutungsversuche aus Politikwissenschaft, Soziologie und Philosophie liegen bereits vor. Doch überzeugende Orientierungen oder gar Lösungen bleiben bislang rar. Warum also nicht selbst den Versuch wagen, die gegenwärtige Lage besser zu verstehen?
Im Zentrum dieses Lesekreises stehen ausgewählte philosophische Schlüsseltexte von der Aufklärung bis in die Moderne. Gemeinsam wollen wir der Frage nachgehen, woran unsere Gesellschaften heute leiden – und welche Einsichten uns klassische Texte noch immer bieten können.
„Sapere aude!" – „Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!" Mit diesem berühmten Aufruf forderte Immanuel Kant zur Selbstaufklärung auf. In diesem Sinne lesen und diskutieren wir unter anderem seinen Text Was ist Aufklärung? und setzen ihn in Beziehung zu späteren kritischen Diagnosen der Moderne.
Gelesen und diskutiert werden u. a.:
• Von der freiwilligen Knechtschaft des Menschen– Étienne de La Boétie (um 1549)
• Was ist Aufklärung? – Immanuel Kant (1784)
• Der Begriff und die Tragödie der Kultur – Georg Simmel (1919)
• Dialektik der Aufklärung (Vorwort) – Max Horkheimer / Theodor W. Adorno (1944)
• Novissimum Organum aus: Minima Moralia – Theodor W. Adorno (1951)
• Auszüge aus: Der philosophische Diskurs der Moderne – Jürgen Habermas (1980)
Für die Teilnahme sind keine philosophischen Vorkenntnisse erforderlich. Die 5 – 10 seitigen Texte (sind im Internet frei verfügbar oder werden von der Kursleitung bereitgestellt) werden vorab in Auszügen gelesen und im Kurs gemeinsam erschlossen und diskutiert. Für den ersten Termin lesen Sie bitte „Von der freiwilligen Knechtschaft des Menschen (online frei verfügbar unter www.ökoligenta.de/wp-content/uploads/2020/09/Etienne-de-La-Boetie_Von-der-freiwilligen-Knechtschaft.pdf); weitere Quellen werden im Verlauf des Kurses bekannt gegeben. Jeder Abend bietet Raum, zentrale Gedanken kennenzulernen sowie eigene Überlegungen zu ordnen und weiterzuentwickeln.
Manfred ERTL hat Soziologie und Wirtschaftswissenschaften in Deutschland und Frankreich studiert und später 30 Jahre in Frankreich gearbeitet. Er war als Marktforscher, Consultant, Gymnasiallehrer und Dozent an französischen Universitäten tätig. Er publizierte mehrere Fachartikel zu Befindlichkeiten deutsch-französischer Auswanderer im Nachbarland und lebt jetzt auch wieder in Nürnberg im Ruhestand.
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| Datum | Uhrzeit | Raum | Kursleitung |
|---|---|---|---|
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20261015
Donnerstag, 15.10.2026 |
von 18:00 Uhr bis 19:30 Uhr |
Seminarraum 4.14 (Bildungszentrum) | Manfred Ertl |
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20261022
Donnerstag, 22.10.2026 |
von 18:00 Uhr bis 19:30 Uhr |
Seminarraum 4.14 (Bildungszentrum) | Manfred Ertl |
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20261105
Donnerstag, 05.11.2026 |
von 18:00 Uhr bis 19:30 Uhr |
Seminarraum 4.14 (Bildungszentrum) | Manfred Ertl |
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20261112
Donnerstag, 12.11.2026 |
von 18:00 Uhr bis 19:30 Uhr |
Seminarraum 4.14 (Bildungszentrum) | Manfred Ertl |
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20261119
Donnerstag, 19.11.2026 |
von 18:00 Uhr bis 19:30 Uhr |
Seminarraum 4.14 (Bildungszentrum) | Manfred Ertl |
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20261126
Donnerstag, 26.11.2026 |
von 18:00 Uhr bis 19:30 Uhr |
Seminarraum 4.14 (Bildungszentrum) | Manfred Ertl |
