100 Jahre Bauhaus

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Das Staatliche Bauhaus bestand nur 14 Jahre lang und gilt dennoch als einflussreichste Kunsthochschule des 20. Jahrhunderts: 1919 von Walter Gropius in Weimar gegründet, 1925 nach Dessau umgezogen und 1933 in Berlin unter dem Druck der Nationalsozialisten geschlossen. Neuartig war, dass diese Bildungsstätte eine Vereinigung von Kunst und Handwerk anstrebte. Deshalb wurde neben Architektur, Malerei, Bildhauerei, Grafik, Fotografie, Bühnenkunst, Tanz auch Weben, Töpfern, Schreinern und vieles mehr unterrichtet. Ab 1927 traten allerdings die Bereiche Architektur und Inneneinrichtung in den Vordergrund. Dabei war die Funktionalität und Nützlichkeit wichtiger als Ästhetik und künstlerischer Ausdruck. Jegliche ornamentale Verspieltheit und romantische Reminiszenzen, wie sie in der Zeit vor und um 1900 in Mode waren, wurden abgelehnt, da sie dem modernen und sachlichen Anspruch widersprachen. Folglich wurden insbesondere die Werkstätten des Bauhauses mit ihren verglasten Fassaden zum Inbegriff der Moderne. Nach der Schließung der Kunsthochschule wanderten viele Bauhäusler in die USA aus und trugen so auch dort zur Verbreitung des neuen Stils bei. Auch wenn sich die Ansprüche des Bauhauses oft nicht einlösen ließen, beeinflussen und prägen deren Ideale viele Designer und Architekten bis heute.

Anlässlich des 100-jährigen Gründungsjubiläums widmen sich verschiedene Veranstaltungen und Kurse dem Phänomen Bauhaus.

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